In einer Situation vor Jahren hat sich mir die Aussage eines Hufschmiedes eingebrannt: „Ich bin Hufschmied“, hat er zu mir gesagt, „was geht mich der Rest des Pferdes an?“
Ich war entsetzt.
Das ist natürlich nicht zielführend, diese Denkweisen sind mehr als überholt, genauso wie die Aussage:
„ich habe das Pferd erst zweimal bearbeitet, das dauert“.
Anders formuliert – es war jemand schon zweimal am Pferd und es hat sich noch nichts verändert.
Es dauert eben nicht. Manchmal braucht es Geduld, ja, meistens aber braucht es einfach nur Initiative.
Die Pferde leben oft in einer Herde, sie laufen, sie haben eine Rangordnung und eine mangelnde Hufbearbeitung oder Schmerzen setzen das Pferd in seinem Rang zurück. Es verursacht Stress und teilweise auch psychische Veränderungen im Tier. Die Alten und Lahmen werden zuerst gefressen, so heißt es in der Natur.
Die Pferde spüren das und werden dementsprechend gestresst und unsicher. Dahinter kann ich nicht stehen, deshalb sind die Hufe schnellstmöglich physiologisch anzupassen.
Ich bearbeite nur Pferde, die barhuf gehen.
Braucht es Hufeisen müssen wir einen Hufschmied finden, der den Rest des Pferdes sehr wohl berücksichtigt. Im Rahmen meiner Kontakte und Möglichkeiten bin ich hierbei auch gerne behilflich.