Meine Barhuf - Bearbeitung

Nachdem oben zu unten passen muss und viele Hufbearbeitungsmethoden nach ihren Begründern durchgeführt werden, unabhängig von dem, was das Pferd gerade braucht,  musste ich einen eigenen Weg finden, den oberen Teil des Pferdes mit der passenden Hufbearbeitung zu verbinden. 

Nun bin ich hauptberuflich Therapeutin, Hufbearbeiterin war nicht mein Berufswunsch. Allerdings kann ich mir nicht „ganzheitlich“ auf die Fahnen schreiben und dabei die Hufe außen vor lassen.

Deshalb habe ich mich auf die Socken gemacht, eine Hufbearbeitungsmethode zu finden, die ich ergänzend leisten kann, die für mich und die Pferde Sinn macht und die jedes Problem berücksichtigt.

Nach einigen Fehlversuchen bin ich auf die F-Balance® von Daniel Anz gestoßen.

Und siehe da, das war die Lösung.

Daniel Anz schreibt dazu auf seiner Website: 

F-Balance® ist ein neues Konzept zum Ausschneiden, das auf natürlichen, am Huf des Pferdes sichtbaren Referenzpunkten basiert, die jeder sehen und lernen kann. Es ist ein messbares und im Laufe der Zeit reproduzierbares Konzept, das es ermöglicht, den Huf immer nach den Wünschen des Pferdes zu trimmen. Durch die Kombination des Niveaus der funktionalen Sohle mit der Längsflexibilität des Hufes kann das Pferd sein individuelles und natürliches Gleichgewicht wiedererlangen.

Außerdem: 

  • Das Pferd findet seine individuelle und natürliche Körperbalance wieder.
  • Viele Muskelverspannungen verschwinden.
  • Körperschmerzen werden reduziert und das Pferd nimmt eine bequeme Haltung ein, was seine Leistungsfähigkeit erheblich steigert.
  • Das Pferd wird widerstandsfähiger gegen Verletzungen der Gliedmaßen, da der gesamte Bewegungsapparat harmonisch zu funktionieren beginnt.
  • Die Entwicklung und Stimulation der inneren Weichteilstrukturen des Hufes wird gefördert
  • Mehr Schlafstunden für das Pferd, was zu einer besseren Erholung führt.
  • Deutlich geringere Kosten für Tierärzte und Medikamente

Diesen Weg der Hufbearbeitung bin ich 2021 also gegangen, das war genau das, was meinem Therapie Programm die Ergänzung gebracht hat. 

Hufbearbeitung und Therapie müssen zwingend in die gleiche Richtung gehen bzw. arbeiten, ansonsten ist es nicht zielführend. Beide Systeme müssen zueinander passen, damit Heilung passieren kann. 

Zudem bringt diese Art der Bearbeitung sehr schnell den Erfolg. Bei Sehnenschäden z.B. ist es notwendig, dass der Huf schnellstmöglich zum Rest passt, damit sich die Strukturen regenerieren können und wieder in Funktion kommen. 

Auf krummen Hufen kann kein Pferd gerade werden

In einer Situation vor Jahren hat sich mir die Aussage eines Hufschmiedes eingebrannt: „Ich bin Hufschmied“, hat er zu mir gesagt, „was geht mich der Rest des Pferdes an?“

Ich war entsetzt. 

Das ist natürlich nicht zielführend, diese Denkweisen sind mehr als überholt, genauso wie die Aussage:

„ich habe das Pferd erst zweimal bearbeitet, das dauert“. 

Anders formuliert – es war jemand schon zweimal am Pferd und es hat sich noch nichts verändert.

Es dauert eben nicht. Manchmal braucht es Geduld, ja, meistens aber braucht es einfach nur Initiative. 

Die Pferde leben oft in einer Herde, sie laufen, sie haben eine Rangordnung und eine mangelnde Hufbearbeitung oder Schmerzen setzen das Pferd in seinem Rang zurück. Es verursacht Stress und teilweise auch psychische Veränderungen im Tier. Die Alten und Lahmen werden zuerst gefressen, so heißt es in der Natur. 

Die Pferde spüren das und werden dementsprechend gestresst und unsicher. Dahinter kann ich nicht stehen, deshalb sind die Hufe schnellstmöglich physiologisch anzupassen. 

Ich bearbeite nur Pferde, die barhuf gehen. 

Braucht es Hufeisen müssen wir einen Hufschmied finden, der den Rest des Pferdes sehr wohl berücksichtigt. Im Rahmen meiner Kontakte und Möglichkeiten bin ich hierbei auch gerne behilflich. 

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